
Vom Schutzwall zur Brücke - warum eine resiliente Wissenschaft auch den Kontakt zu Bürger*innen pflegen sollte
Am 8. Juli 2026 fand in Potsdam eine Tagung zur „Resilienz des deutschen …
Der Bürger*innen-KI-Chatbot ist eine nahezu wartungsfreie Auskunftslösung für kommunale Webseiten, die für einen datenschutz-konformen Betrieb konzipiert wurde. Er beantwortet Bürger*innenanfragen in Echtzeit auf der Basis fast aller Informationen einer kommunalen Homepage. Folgende Vorteile sind damit verbunden:
Gerade kleinere Gemeinden und Ämter verfügen oft nicht über die technischen Ressourcen oder die Hardware, um eigene Server für lokale Modelle der Künstlichen Intelligenz zu betreiben oder Datenbanken für Chatbots ständig manuell aktuell zu halten. Dennoch benötigen Bürger*innen auch außerhalb der Öffnungszeiten schnelle, präzise Antworten auf Fragen zu Verwaltungsleistungen, Formularen und Ansprechpersonen.
Die Lösung für dieses Problem liegt in der Auslagerung. Im Projekt wurde ein Prototyp konzipiert, der sich gezielt für den externen Betrieb über einen technischen Dienstleister (Perplexity AI) eignet. Die dafür notwendigen technischen Voraussetzungen sind signifikant geringer als bei unserem RAG-KI-Chatbot-Prototyp.
"Die Anwendung baut auf der datenschutzkonformen API des KI-Dienstes „Perplexity AI" auf. Man kann sich Perplexity dabei wie einen digitalen Bibliothekar vorstellen, der bei einer Frage nicht einfach nur eine Liste mit Webseiten zurückgibt, sondern die bereitgestellten Seiten sofort selbst durchliest und eine direkte, gut verständliche Antwort formuliert. Der Bot wurde ohne externe Bibliotheken oder Frameworks programmiert, was ihn leichtgewichtig und unabhängig macht."
Marvin Prigenitz
Der erfolgreiche Praxiseinsatz dieses Prototyps basiert auf drei Säulen:
TIPP: Sehen Sie sich den Mitschnitt zu unseren "Demo Days" an, in dem wir die Hintergründe und die Funktionsweise des Bürger*innen-Chatbots näher erläutern. Im Video wird auch auf die Projekthistorie und den anderen KI-Chatbot-Prototypen (RAG-Prototyp) aus unserem Projekt eingegangen.
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Ein entscheidender Aspekt des Projekts ist die Standardisierung bei gleichzeitiger Flexibilität: Bei allen drei Partnern (Stadt Velten, Landkreis Uckermark und Landkreis Oder-Spree) kommt dieselbe technische Grundlage mit weitgehend identischem Funktionsumfang zum Einsatz. Der wesentliche Unterschied liegt in den jeweils hinterlegten Webseiten und Datenquellen, die das System durchsucht.
So greift jeder Chatbot auf der jeweiligen Webseite auf völlig unterschiedliche, lokal geprüfte Informationsquellen zu. Die Systeme haben daher unterschiedliche Datenbasen und ein jeweils angepasstes Aussehen. Durch unterschiedliche Links sind sie klar voneinander getrennt. Gehostet wird das System aktuell an der Technischen Hochschule Brandenburg und 3 Kommunen testen die Anwendung bis Ende 2026 im live-Betrieb.
Bei den beiden im Projekt entwickelten Chatbot-Prototypen (dem Bürger*innen-KI-Chatbot und dem RAG-KI-Chatbot-Prototyp) werden nur ausgewählte Informationen für die Beantwortung von Fragen verwendet. Jede Kommune kann selbst entscheiden, mit welchen Daten ihr Chatbot arbeiten soll. Dadurch kann eine deutlich bessere Antwortqualität erzielt werden als über herkömmliche Suchmaschinen oder bei generischen KI-Chatbots wie ChatGPT. Die selbst entwickelten Chatbots spielen ihre Stärken vor allem bei spezifischen Fragen zu lokalen kommunalen Angelegenheiten aus.
In einer längeren Testphase bis Ende 2026 wird untersucht, was sich durch den Einsatz des KI-Chatbots für Bürger*innenanfragen in der Verwaltung und für die Bürger*innen verändert. Dabei werden Mehrwert, Nachhaltigkeit und finanzielle Kosten näher untersucht. Abschließend sollen Vor- und Nachteile transparent gemacht und in Relation gesetzt werden.
Neben den drei intensiv begleiteten Kommunen gibt es bereits weitere Kommunen und Praxispartner*innen, die das System eigenständig getestet haben oder aktuell testen und einen Einsatz planen.
Der Bürger*innen-Chatbot wird kontinuierlich weiterentwickelt. Neben geplanten funktionalen Updates ist vorgesehen, zentrale Teile des Systems künftig als Open-Source-Software zu veröffentlichen. Kommunen oder Dienstleister erhalten dadurch die Möglichkeit, den Chatbot selbst zu hosten, anzupassen und unabhängiger zu betreiben.
Bei Interesse sprechen Sie uns gern an!
Es sind auch Anwendungsfälle für andere Zielgruppen, z.B. Unternehmen, Zivilgesellschaft usw. denkbar.
Einzige Voraussetzung ist, dass der KI-Chatbot auf öffentlich verfügbare Webseiteninhalte zugreifen kann.
Eine Testphase kann sehr hilfreich sein, um zu ermitteln, ob sich ein KI-Chatbot für Ihren geplanten Einsatzzweck eignet.



