
Fachforum: Wissen bewahren - Fachkräfte binden. Digitale Tools für die Praxis
Wissen bewahren, Fachkräfte binden: Unser Fachforum am 18. März im Transferort Wittenberge zeigte praxisnah, wie der regionale …
Das Team Digitalisierung mit Dr. Josephine Jahn, Marvin Prigenitz und Dorian Zwanzig präsentierte am 29. Januar 2026 im Transferort Wittenberge ein KI-Chat-Tool für den Einsatz in kommunalen Verwaltungen. Im Fokus stand dabei der konkrete Mehrwert bei Routineanfragen, um Freiräume für komplexe Sachbearbeitung zu schaffen. Dass die Lösung praxisnah ist, bewiesen die Teilnehmenden direkt vor Ort, indem sie elf individuelle Chatbots für Bereiche wie Wirtschaftsförderung und Tourismus konfigurierten. Bis zum 28. Februar können sich interessierte Kommunen nun für die begleitete Pilotphase ab Frühjahr 2026 bewerben.

Wie kann Künstliche Intelligenz den Verwaltungsalltag in Brandenburg spürbar entlasten? Am 29. Januar 2026 wurde unser Transferort in Wittenberge zum Reallabor für die digitale Zukunft der Region. Das Team Digitalisierung mit Dr. Josephine Jahn, Marvin Prigenitz und Dorian Zwanzig stellte sein entwickeltes KI-Tool zahlreichen Vertretern aus Prignitzer Umlandkommunen vor und vollzog gemeinsam mit den Gästen den Sprung in die Praxis.
Künstliche Intelligenz ist aktuell zweifellos ein „Hypethema“. Doch jenseits der Schlagzeilen stellt sich für Kommunen die entscheidende Frage: Wo liegt der reale Nutzen? Dr. Josephine Jahn brachte den Anspruch an die digitale Eigenentwicklung in ihrem Statement auf den Punkt: „Wir begreifen KI primär als Unterstützungsinstrument für die Routinearbeit in Kommunen und Verwaltungen. Es geht nicht darum, Technologie um der Technik willen einzuführen, sondern gezielte Anwendungsfälle mit konkretem Mehrwert zu schaffen.“
Der Einsatz des Bots bietet dabei handfeste Vorteile für beide Seiten der Kommunikation. Für die Bürger*innen fungiert die KI als barrierefreier 24/7-Wegweiser. Anstatt sich durch komplexe Webseitenstrukturen klicken zu müssen, erhalten sie auf Anfragen zu Öffnungszeiten oder Zuständigkeiten sofort präzise Antworten in natürlicher Sprache. Auf der anderen Seite wirkt die Technologie für die Sachbearbeiter*innen in den Verwaltungen wie ein effizienter Filter. Indem der Bot Standardanfragen automatisiert übernimmt, hält er den Mitarbeitenden den Rücken frei für komplexe Fälle, bei denen menschliche Expertise und persönliche Beratung unverzichtbar sind.
Dass diese Theorie bereits heute einsatzbereit ist, bewiesen die Teilnehmenden im Praxisteil der Veranstaltung. In kürzester Zeit wurden elf verschiedene Chatbots live konfiguriert und für spezifische kommunale Bedarfe angepasst – die Bandbreite reichte von der Wirtschaftsförderung über den Tourismusbereich bis hin zur Abfallwirtschaft.
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Fachforums bereitet das Projektteam nun den nächsten logischen Schritt vor: den Übergang vom Labor in den Echtbetrieb. Hierfür werden bis zu zehn interessierte Kommunen ausgewählt, die den KI-Chatbot ab Frühjahr 2026 in einer wissenschaftlich begleiteten Testphase einsetzen. Um die Koordination und Vorbereitung dieser Pilotphase sicherzustellen, werden Rückmeldungen interessierter Verwaltungen noch bis zum 28. Februar entgegengenommen.
Der Transferort Wittenberge präsentierte sich im Rahmen der Veranstaltung einmal mehr als vielseitiger Knotenpunkt für den regionalen Transfer. Neben dem Schwerpunktthema KI erhielten die Gäste Einblicke in weitere laufende InNoWest-Projekte aus den Bereichen nachhaltiges Bauen, Bildung und Partizipation sowie umweltdatenbasierte Sensorik. Dies unterstreicht die Funktion des Standorts als zentrale Anlaufstelle für innovative Lösungen, die im Gesamtprojekt entwickelt und in der Prignitz erprobt werden.
Sie konnten nicht dabei sein? Einen kompakten Einblick in die Funktionen und den Aufbau des Chatbots bietet unser aktuelles Projektvideo: Link zum Vimeo-Video.

Wissenschaftskommunikation + Transfermarketing

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