Von Schmuckfassade bis Plattenbau: Möglichkeiten energetischer Sanierung

Sanierung / Modernisierung

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Neuruppiner Hörsaal“, die von der Präsenzstelle Prignitz organisiert wird, informierten Prof. Dr.-Ing. Jörg Röder und Dipl.-Ing. (FH) Finn Schmid-Bonde in einem gemeinsamen Vortrag am 11. Juni über die Chancen und Herausforderungen der energetischen Sanierung von Gründerzeitgebäuden sowie seriellen Bauten aus der DDR-Zeit (EW 58/65 und WBS 70). Im anschließenden Austausch nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen.

Vortragender steht vor Leinwand mit Karte und Text, Publikum sitzt in Reihen in einem Hörsaal
Prof. Dr.-Ing Jörg Röder beim Vortrag im Neuruppiner Hörsaal. © FHP, Gilbert Wigankow

Im Mittelpunkt des Vortrags standen die unterschiedlichen Anforderungen an die energetische Modernisierung standardisierter Einfamilienhäuser der DDR-Bauweise (EW 58 und EW 65), von Mehrfamilienhäusern in Großtafelbauweise (WBS 70) sowie von Gründerzeitgebäuden mit historischer Schmuckfassade. Anhand praxisnaher Beispiele wurden geeignete Sanierungsmethoden vorgestellt und deren Auswirkungen auf den Energiebedarf, die Heizkosten sowie die Klimabilanz erläutert.

Besonderes Interesse fand die Frage, wie sich die charakteristischen Schmuckfassaden von Gründerzeitgebäuden erhalten lassen, ohne auf eine wirksame energetische Sanierung verzichten zu müssen. Der Vortrag zeigte auf, welche technischen Lösungen hierfür zur Verfügung stehen und welche Anforderungen an Planung und Ausführung gestellt werden.

Darüber hinaus wurden typische Planungs- und Ausführungsfehler beleuchtet, die zu Feuchteschäden, Bauschäden oder einer verminderten energetischen Wirksamkeit führen können. Deutlich wurde, dass eine fachgerechte Planung und Ausführung entscheidend dafür sind, den Gebäudebestand nachhaltig zu modernisieren, den Energieverbrauch und die Heizkosten zu senken sowie einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Die angeregte Diskussion im Anschluss an den Vortrag unterstrich das große Interesse an nachhaltigen und zugleich denkmalgerechten Sanierungskonzepten und bot Raum für einen intensiven Austausch.

Person steht vor Leinwand mit Text und Modellhaus im dunklen Hörsaal, Publikum sitzt in Reihen
Finn Schmid-Bonde beim Vortrag im Neuruppiner Hörsaal. © FHP, Gilbert Wigankow
Finn Schmid-Bonde
Autor*in

Finn Schmid-Bonde

Bauingenieurwesen + Bauphysik

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