
Projekt Nachhaltige Digitalisierung erhält internationale Anerkennung
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In dieser Ausgabe unseres Formats haben wir kurz geplaudert mit Eva Greischel. Sie entwickelt Bildungsformate, in denen Student*innen unterschiedlicher Fachrichtungen gemeinsam mit Praxisakteur*innen aus der Region zusammenarbeiten. Über das Projekt "Ab an die Elbe" – portraitiert in einer baldigen Publikation – und die Herausforderungen der Arbeit mit der Praxis plauderten wir im Interview.

Eva Greischel: Ich bin in dem Team Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Partizipation. Zusammen mit Heike Molitor, Jennifer Krah und Lea Fischer gestalten wir Projekte zu Nachhaltigkeitstransfer zwischen Studierenden und Praxispartner*innen in der Region. Das ist unser Schwerpunkt.
Eva Greischel: Also grundsätzlich ist es ja so, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung ein Thema ist, das ganz viele Themen die gesellschaftlich gerade sehr viel diskutiert werden mit sich bringt. Zum einen ökologische Themen, Themen zu gesellschaftlicher Mitwirkung, aber auch ganz viel Demokratie. Dementsprechend haben wir sehr unterschiedliche Projekte. Wir haben uns die Projekte hinsichtlich ihrer Wirkung gerade noch mal genauer angeschaut. Da ist einfach deutlich geworden, wie vielfältig unsere Arbeit ist und das finde ich toll. Es ist natürlich manchmal auch herausfordernd, alles unter einem Schirm zusammenzudenken, weil wir mit sehr unterschiedlichen Praxispartner*innen zusammenarbeiten.
Wir haben einerseits kleine Projekte mit kleinen Gruppen von Studierenden und einem Praxispartner, bis hin zu größeren, hochschulübergreifenden Projekten. Hier arbeiten wir mit Studierenden und Lehrenden aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen und Hochschulen zusammen.

Eva Greischel: Wir werden das Seminar über die Elbe nochmal weiterführen. Wir werden darin hoffentlich nochmal mehr Studierende aus unterschiedlichen Fachbereichen und mehr Hochschulen einbinden. Die Elbe gibt immer noch den Rahmen, aber wir legen den Fokus mehr auf das Thema Demokratie und Teilhabe. Gerade sind wir im Gespräch mit Praxispartner*innen und überlegen, wie wir sie gut von Anfang an mit in den Prozess involvieren können.
Es ist natürlich schwierig alles zusammenzubringen und hochschulübergreifend zu arbeiten. Ich merke auch, dass unterschiedliche Hochschulkulturen zusammentreffen und viele Strukturen, obwohl es alles Brandenburger Hochschulen sind, extrem unterschiedlich sind. Schon alleine, dass der Semesterbeginn überall unterschiedlich ist macht eine Terminfindung nicht leicht. Manchmal muss man erst eine gleiche Sprache und gleiche Ansätze finden und klären, wo man sich methodisch und didaktisch treffen kann.
Wir haben jetzt die Erfahrung vom letzten Jahr gesammelt und werden die weiterentwickeln, weitertragen und daraus weiter lernen. Dieses Jahr werden wir mit der Technischen Hochschule Brandenburg zusammenarbeiten. Das wird aufregend.

Eva Greischel: Die Broschüre bringt die Ergebnisse vom letzten Jahr zusammen. Lesende erwartet ein innovativer Ansatz der Wissenschaftskommunikation. Das Besondere ist, dass die Broschüre in erster Linie von Studierenden entwickelt wurde. Natürlich haben wir alles gestalterisch nochmal überarbeitet, aber im Endeffekt, ist es das Ergebnis aus dem Seminar, was für die Praxispartner*innen und Interessierte greifbarer gemacht wird.
Eva Greischel: Also grundsätzlich würde ich sagen, es gibt sehr viele positive Rückmeldungen. Wenn ich an die Seminare oder Aktionen denke, ist es aber immer auch viel Vorarbeit. Ich denke da an Katja oder Elise, die schon ein Netzwerk hatten und die die Leute schon teilweise sehr lange kennen. Da wurde eine Vertrauensbasis geschaffen.
Das gilt auch für Projekte in Eberswalde, zum Beispiel mit dem Kanal-Theater oder mit der Initiative für jüdische Geschichte Eberswalde. Das sind langjährige Beziehungen die da dranhängen und die oft an eine Einzelperson gekoppelt sind. Es ist, glaube ich, eine Herausforderung, dass es auch darüber hinausgeht und sich dann weiterentwickelt, sodass es nicht nur an einer Person hängt. Sonst findet oft eine einmalige Zusammenarbeit statt, aber dann geht es nicht wirklich weiter. Dann wird es sehr punktuell.
Eva Greischel: Es ist viel Arbeit zu planen und umsetzen wie die verschiedenen Projekte finanziert werden können. Das war von Anfang an so und zieht sich so durch. Außerdem bedeutet Transfer und hochschulübergreifende Arbeit einfach auch viel Arbeit im Hintergrund, die nach außen gar nicht so sichtbar oder für den Projektträger gar nicht so erkenntlich ist. Es ist schon ein Schritt, sich aus den gewohnten Strukturen der Hochschulen heraus zu begeben und etwas an einem anderen Ort zu machen. Schon alleine Möglichkeiten zu finden, wie etwas geplant und konkret durchgeführt wird.
In unserem Feld ist auch speziell herausfordernd, dass wir viel mit Praxispartner*innen arbeiten, die ihre Arbeit ehrenamtlich machen oder sehr prekär finanziert sind. Wir sind ja durch das Projekt InNoWest gut abgesichert. Dann kommt die Frage auf: Wie kann eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe geschehen und dieses Ungleichgewicht ausgeglichen werden? Ich denke, es gibt schon ganz klar das Gefühl von Geben und Nehmen. Trotzdem sind wir von InNoWest noch mal mehr auf die Partner*innen vor Ort angewiesen, als die auf uns.

Eva Greischel: Toll ist, dass wir schon ganz unterschiedliche Sachen durchgeführt und daraus gelernt haben. Wir haben uns unterschiedlichsten Themen angenommen. Erfolge sind auch Projekte die weiterentwickelt und fortlaufend umgesetzt werden, wie das gemeinsame Elbe-Seminar und die Mitarbeit beim Zukunft Jetzt Festival.
Eva Greischel: Ich fände Praxispartner*innen aus der Verwaltung sehr interessant.
Eva Greischel: Bei dem gemeinsamen Elbe-Seminar haben wir eine gute Dynamik in der Zusammenarbeit entwickelt. Wir haben abends noch lange gesessen, viel länger als die Studierenden, und diskutiert wie guter Transfer gelingen kann. Das war ein schöner Moment. Schön war auch die Abschlussveranstaltung zu der die Praxispartner*innen eingeladen waren. Hier gab es gute Resonanz und es kam die Frage nach der Aufbereitung der Ergebnisse auf, sodass sie es auch weiter nutzen können.
Eva Greischel: Den Forstbotanischen Garten in Eberswalde.


Erfahren Sie hier mehr zur Arbeit und den Projekten vom Team Bildung für nachhaltige Entwicklung und Partizipation.

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