
Team Digitalisierung erneut stark vertreten auf dem Digitaltag
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Vom 13. bis 15. Oktober traf sich das Who-is -Who der Digitalisierung des öffentlichen Sektors in Berlin. Am 14. Oktober war das Team Digitalisierung auf der Smart Country Convention (SCCON) am Berlin-Stand zu Gast, der an diesem Nachmittag zum Stand der Hauptstadtregion gemeinsam mit Brandenburg wurde.
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Die SCCON ist mit mehr als 23.000 Teilnehmenden das größte Branchentreffen für den digitalen Staat in Deutschland. Der zweite Messetag wurde am Berlin Stand von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner eröffnet. Am Nachmittag stand dort unter dem Titel „Smarte Hauptstadtregion“ für 1,5 Stunden die Frage im Mittelpunkt, wie Hochschulen und Kommunen gut kooperieren und gemeinsame digitale Lösungen entwickeln können.
Organisiert und moderiert wurde der Slot zur Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg von Dr. Doreen Burdack (DigitalAgentur Brandenburg) und Beate Albert (Smart City Unit von Berlin Partner). Nach einem Einstieg von Dr. Georg Dübe vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL) wurden mehrere Praxisbeispiele für Kooperationen mit Hochschulen aus beiden Bundesländern vorgestellt. Das Team Digitalisierung war mit mehreren Beiträgen und kommunalen Praxispartnern vertreten.
Den ersten InNoWest-Beitrag bestritten Leonard Higi (FH Potsdam) und Marco Beckendorf (Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg/Mark). Sie stellten MOSIDI vor, ein Werkzeug, das nicht nur für Kommunen entwickelt wird, sondern auf der Basis konkreter kommunaler Bedarfe und Anwendungsfälle. Marco Beckendorf erläuterte, welche Bedarfe eine kleine Kommune wie Wiesenburg/ Mark hat und wieso das Daten-Tool MOSIDI für die Kommune von großem Nutzen ist.
Im zweiten Beitrag ging es um den InNoWest Bürger*innen-Chatbot. Prof. André Nitze und Marvin Prigenitz (TH Brandenburg) berichteten gemeinsam mit Martin Bahro (Landkreis Oder-Spree) und Friedemann Wegner (Landkreis Uckermark), wie die Zusammenarbeit im Projekt gelaufen ist.
Friedemann Wegner schilderte, wie der Landkreis Uckermark auf das Angebot aufmerksam wurde: über die kostenlosen Info-Cafés der Digitalagentur Brandenburg und die Demo Days von InNoWest. Intern sei man zunächst skeptisch gewesen; heute entlaste der Chatbot den Bürgerservice spürbar und werde von den Mitarbeitenden gut angenommen. Martin Bahro beschrieb den Weg des Landkreises Oder-Spree vom Auftakt des Projektes Ende 2025 Ende des Jahres über den Start im Januar 2026 bis zum Livegang des Chatbots wenige Monate später: „Das ist einmalig für eine Verwaltung, mit so geringem Aufwand so schnell eine Lösung zu bekommen." Sein Fazit zur Zusammenarbeit fiel deutlich aus: Andere Dienstleister könnten sich davon "eine Scheibe abschneiden".
Aus Entwicklersicht sind für in der Praxis nützliche Tools heute weniger die technischen Hürden entscheidend als die organisatorischen, etwa das Testen eines Prototyps durch die richtige Zielgruppe. Genau hier zahlte sich die enge Zusammenarbeit aus: Weil die Fachabteilungen der Landkreise den Chatbot selbst mit echten Bürger*innenfragen prüften, ließen sich die Nutzer*innenfreundlichkeit und inhaltliche Qualität der Chatbot-Antworten Schritt für Schritt verbessern. Prof. André Nitze ordnete ein, warum der Ansatz trägt: InNoWest sei eben kein reines Forschungsprojekt, sondern ein Transferprojekt, in dem es möglich ist, Bedarfe von Praxispartner*innen einzuholen und die technische Entwicklung daran auszurichten.
Der Bürger*innen-Chatbot läuft mittlerweile auf den Webseiten von drei Kommunalverwaltungen in Brandenburg — Landkreis Oder-Spree, Landkreis Uckermark und Stadt Velten — sowie auf der InNoWest-Website. Der Quellcode ist offen und steht unter Open Code zur Nachnutzung bereit.
Zum Ende des Input-Blocks fasste Dr. Josephine Jahn (HNEE) zusammen, welche Formate für Kooperationen mit den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Brandenburg es gibt. Von studentischen Arbeiten, über geförderte Projekte bis zur selbst finanzierten Beauftragung von Hochschulen. Wichtig in diesem Kontext sind die Transferstellen der Hochschulen, die Anfragen und Kooperationsideen aus der Praxis am besten aufnehmen können. Das Team Digitalisierung hatte diese Punkte ausführlich beim Stakeholder-Workshop im Sommer 2026 zusammengetragen.
Zum Abschluss des Formats kamen alle Referent*innen nochmal auf die Bühne und gaben ein kurzes Statement zu Erfolgsfaktoren für die Kooperationen. Aus den Kommunen hörte man z.B., dass es Vorgesetzte braucht, die die Mitarbeit an Hochschulprojekten erlauben und von Hochschulseite, dass es genau solche Transferprojekte brauche, um den zeitlichen Rahmen zu schaffen, auf Praxispartner*innen aktiv zuzugehen und ihre Bedarfe einzubeziehen.
Neben den Bühnenbeiträgen nutzte das Team die Messe für weitere Gespräche dazu, wie ein Betrieb des Open Source-Chatbots nach dem Projektende von InNoWest gesichert werden kann. Damit der KI-Chatbot in Brandenburg weiterhin kostengünstig und sicher nutzbar ist, wird noch ein öffentlicher IT-Dienstleister, möglichst aus Brandenburg gesucht, der den Betrieb übernehmen kann. Hierzu laufen die Gespräche weiter.
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Wir danken den Organisator*innen der Smart Country Convention, der Digitalagentur Brandenburg , Berlin Partner und unseren Praxispartnern die gute Zusammenarbeit und den gelungenen Nachmittag.
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Koordination + Data Engineering

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