
Ungewöhnliche Fragen, ehrliche Antworten – InNoWest im Podcast Luckenkien
Anfang des Jahres waren wir zu Besuch in der Präsenzstelle Luckenwalde. Zum gemeinsamen Arbeiten, aber auch für eine Aufnahme des Podcasts …
In dieser Ausgabe unseres Formats haben wir kurz geplaudert mit Prof. Dr. Benjamin Nölting. Er gibt Einblicke in seine vielfältigen Rollen im Verbundprojekt – von der Antragstellung bis zur strategischen Entwicklung und zum Wissenstransfer. Prof. Dr. Nölting spricht darüber, wie aus drei Fachhochschulen heraus ein gemeinsames Team mit einer regionalen Mission entstanden ist. Außerdem: Wie man mit InNoWest die kulinarische Vielfalt der brandenburgischen Hochschulen entdeckt.
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Prof. Dr. Benjamin Nölting: Ich habe verschiedene Hüte in InNoWest. Ich war ganz tief in der Antragsstellung mit drin und bin jetzt in der Projektleitung für die HNEE. Ich bin ziemlich stark involviert im Team Strategie, wo es darum geht, sich die strategischen Ziele für das Projekt zu überlegen. Und ich bin auch in dem strukturellen Projekt zum Wissenstransfer und im Team zur nachhaltigen Digitalisierung. Das ist für mich ganz gut, weil ich dadurch ganz viele verschiedene Perspektiven auf InNoWest habe.
Mir war bei der Antragstellung total wichtig, dass wir den Aspekt des Wissenstransfers mit drin haben. Sodass man nicht nur die Hardware hat, sondern sich auch überlegt, was man als Begleitung braucht für eine so schwierige Aufgabe wie Transfer. Wir versuchen, unsere Themen mit der Praxis zusammen auf den Weg zu bringen. Viele wissenschaftliche Mitarbeitende sind darin nicht so tief involviert oder haben nicht so viel Erfahrung damit. Wir wollen sie dabei unterstützen und begleiten.
Auch die drei verschiedenen Fachhochschulen mit ihren eigenen Kulturen und unterschiedlichen Disziplinen in ein gemeinsames Team zusammenzubringen, ist nicht einfach. Ich glaube, dabei hat uns das Team Wissenstransfer ganz schön viel geholfen und wird uns auch jetzt bei der Aufbereitung des Wissens unterstützen.

Prof. Dr. Benjamin Nölting: Eigentlich kann man sagen: Dass wir so intensiv hochschulübergreifend zusammengearbeitet haben, kam erst durch die Vorgabe vom Ministerium zustande. Es war spannend zu sehen, dass ein paar Themenfelder wirklich gut passen und gut gezündet haben. Das ist ein echtes Goldstück des Projekts. Man merkt, dass sich unsere drei kleinen Fachhochschulen mit ihren unterschiedlichen Profilen total gut ergänzen und zusammen etwas bieten, was sie alleine nicht bieten könnten. Das sind nun eben genau unsere drei Innovationsteams.
Wir haben dann ziemlich schnell ein größeres Antragsteam aus allen drei Fachhochschulen gehabt und intensiv zusammengearbeitet. Aber wir mussten uns tatsächlich erstmal kennenlernen.
Prof. Dr. Benjamin Nölting: Wenn wir uns fragen: Warum machen wir das? Was ist unsere Motivation? Dann sind sich alle, ungeachtet des Themenfeldes, der Disziplin, der Hochschule oder ob Profs oder wissenschaftliche Mitarbeitende, einig: Unser Ziel ist es, dass wir zur Entwicklung der Region Nord-West-Brandenburg beitragen wollen. Die Menschen dort sollen etwas davon haben.
Wir wollen mit unserer wissenschaftlichen Arbeit und mit unserem Transfer zu einem Mehrwert in der Region beitragen. Und es ist gut, wenn wir das zusammen machen, weil wir zusammen mehr in die Waagschale werfen können. Ich finde das total motivierend. Es ist eine tolle, verbindende Klammer. Und es funktioniert immer noch oder jetzt erst recht! Für uns ist das nach wie vor der gemeinsame Antrieb. Zu beobachten, dass der sich nicht so schnell verbraucht hat, macht mir besonders viel Spaß.

Prof. Dr. Benjamin Nölting: …,dass es dann doch meistens nicht so einfach ist. Aber wir haben uns bemüht, durch den Verbund Voraussetzungen zu schaffen, dass andere es einfacher haben, etwas zu machen. Da steckt viel unsichtbare Arbeit drin, aber ich glaube, die hat sich gelohnt. Wir haben eine ziemlich umfängliche Struktur aufgebaut. Ich bin optimistisch, dass Teile davon auch über das Projekt hinaus Bestand haben werden und wir von dem zehren werden, was wir in den Innovationsteams auf den Weg gebracht haben. Es war nicht immer einfach, aber am Ende kommt etwas dabei raus.
Prof. Dr. Benjamin Nölting: Wir haben auf jeden Fall einen hochschulübergreifenden Austausch und gemeinsame Transferaktivitäten geschaffen. Aus diesen Konstellationen heraus laufen ja bereits Folgeprojekte. Ich glaube auch, dass es jetzt anfängt, dass die Transferprojekte in den Regionen wirken. In den nächsten zwei Jahren müssen wir daran arbeiten, dass die Ergebnisse noch mehr in die Fläche kommen.
Prof. Dr. Benjamin Nölting: Wir haben erste Lösungen und Prototypen entwickelt. Ich fände es gut, wenn wir diese Prototypen noch ein zweites und drittes Mal mit weiteren Partner*innen testen. So können wir weiter lernen, was es noch braucht, damit sie breiter gestreut werden können und Dritte sie gut nutzen können.
Ich fände es gut, wenn man weitere Anträge stellt und möglichst in den Themenfeldern hochschulübergreifend weiterarbeiten kann. Vielleicht auch in anderen Konstellationen, beispielsweise mit der TH Wildau als vierter HAW.

Prof. Dr. Benjamin Nölting: Ich glaube, wir haben wirklich gute Formate der Zusammenarbeit für Transfer entwickelt, wie den Transferbeirat, den Transferfonds, den Wissensspeicher über die Homepage oder Veranstaltungsformate. Das sind Sachen, die es sich lohnt, weiterzuführen.
In den Teams, in denen wir eng zu den unterschiedlichen Themen zusammenarbeiten, ist zwischen Professor*innen und wissenschaftlichen Mitarbeitenden ein unheimliches Wissen entstanden. Dieses Wissen und auch die persönlichen Beziehungen und Bindungen können weitergetragen werden. So kann man die Zusammenarbeit über weitere Anträge sichern und einen inhaltlichen und fachlichen Austausch fortsetzen.
Vielleicht gelingt es uns, hochschulübergreifend Transferleitlinien zu etablieren. Darin können die Hochschulen ihr Transferverständnis festhalten und einen gemeinsamen Außenauftritt pflegen. Aus den thematischen Schwerpunkten kann man Impulse für weitere Anträge schaffen. Eine Art „Superstruktur“ auf übergeordneter Ebene wäre, glaube ich, schwerfällig und nicht besonders effektiv.
Die Beteiligten des Projekts haben unglaublich viel gelernt, sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis. Jetzt geht es darum, das Wissen, das wir uns angeeignet haben, gut weiterzunutzen. Dieses ist auch viel in den Köpfen und bei den Personen. Aber wir haben mit den Ergebnissen, die wir rausbringen, nicht nur implizites, sondern auch explizites Wissen, was wir weitergeben können.

Prof. Dr. Benjamin Nölting: Toll war das InNoWest-Auftakttreffen in Eberswalde. Da haben wir alle schon mal zusammen geholt und waren 30 oder 40 Leute. Wir haben strategische Leitlinien vorgestellt und diskutiert und uns gegenseitig kennengelernt, bevor das Projekt überhaupt begonnen hatte. Das war eine schöne Atmosphäre. Auch bei den Verbundtreffen und WiMi-Treffen ist die Stimmung gut. Das sind schöne Momente. Da haben wir einen guten Zusammenhalt. Wenn dann die Transferprojekte und die Prototypen noch gut funktionieren, dann ist uns richtig viel gelungen.
Durch die Arbeit im InNoWest-Verbund kenne ich mich inzwischen in allen drei Mensen der Hochschulen aus, wie die scherzhaften Fotos bezeugen. Das ist für mich ein gutes Anzeichen dafür, dass ich mich auch an den anderen Hochschulen ein bisschen zu Hause fühle und ganz selbstverständlich hinfahre und vor Ort Leute treffe.
Prof. Dr. Benjamin Nölting: …Orte, wo ich in die Natur gehe und meine Freizeit verbringe. Ich habe immer wieder in der Nähe von Eberswalde Urlaub gemacht. Es gibt viele verschiedene schöne Orte in der Natur Brandenburgs. Auf der Spree paddeln oder an einem schönen See in der Endmoränenlandschaft der Uckermark sein – das sind für mich schöne Verknüpfungen.

Erfahren Sie hier mehr zur Arbeit und den Projekten vom Team Strategie.

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