Biodiversitätsprojekt mit Reetwellerlehmwänden in der Prignitz

Transferfonds
Biene im Reetwellerlehm
Biene im Reetwellerlehm. © Zentrum für Peripherie

Die Herausforderung

Das Projekt verfolgt das Ziel, traditionelle Bauweisen mit Lehm und Reet weiterzuentwickeln und als ökologische, soziale und kulturelle Praxis neu zu verankern. Es ist im übergeordneten Forschungs- und Pilotprojekt „Brandenburgs Alhambra“ vom Zentrum für Peripherie angesiedelt. Das Vorhaben versteht nachhaltiges Bauen nicht nur als technische, sondern auch als gesellschaftliche und gestalterische Aufgabe und schafft experimentelle Räume für Forschung, Partizipation und Transfer.
Im Mittelpunkt des Teilprojekts steht die Frage, wie Reetwellerlehmwände von Insekten, insbesondere Wildbienen, besiedelt werden können. Reet übernimmt dabei nicht nur eine armierende Funktion im Baustoff, sondern bietet mit seinem hohen Anteil natürliche Strukturen, die als Lebensraum für Insekten dienen können. Diese ökologische Wirkung soll nun erstmals systematisch untersucht werden.

Unser Ansatz

Gemeinsam mit regionalen und wissenschaftlichen Partner*innen werden vier Biodiversitätswände an unterschiedlichen Standorten in der Prignitz realisiert und begleitet. Die bauliche Umsetzung dieser Wände wird durch den Naturschutzfonds ermöglicht. In drei Projektphasen entstehen ein Monitoringkonzept, angeleitete Feldforschung sowie ein Forschungskatalog, der langfristig die Grundlage dafür schaffen soll, Reetwellerlehmwände als anerkannte Naturschutz- und Kompensationsmaßnahme zu etablieren.

Begleitet wird das Projekt vom Zentrum für Peripherie sowie von unserer InNoWest-Kollegin Laura van Altena (Team Partizipation). Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit Praxispartner*innen aus der Region, darunter der Landkreis Prignitz, das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg, das Umwelt- und Landschaftsplanungsbüro Bosch & Partner sowie weitere Fachpartner*innen.

Das Vorhaben markiert einen wichtigen Meilenstein für die weiteren Forschungsschritte von „Brandenburgs Alhambra“ in den kommenden Jahren und ist zugleich ein anschauliches Beispiel dafür, wie Transfer, Nachhaltigkeit und regionale Innovation im Rahmen von InNoWest zusammenwirken.

Lehmwand
Reetwellerlehm. © Jaworski

Der InNoWest-Transferfonds – jetzt bewerben!

Bis Juli 2027 können sich alle Professor*innen und wissenschaftliche Mitarbeitende der drei Verbundhochschulen mit Projektideen bewerben – sobald sich Angehörige von mindestens zwei der drei Hochschulen zusammenfinden. Es werden sowohl Kleinförderungen bis 3000 € als auch größere Förderprojekte bis 20.000 € finanziert.

Neben Transferprojekten und angewandter Forschung ist auch die Vorarbeit zu Projektanträgen mit Bezug zum Wissens- und Technologietransfer und den Projektzielen von InNoWest förderfähig. Damit unterstützen wir sowohl die Zusammenarbeit zwischen den Verbundhochschulen als auch mit Praxispartner*innen.

Sie sind interessiert an einer Projektförderung? Informieren Sie sich zu weiteren Konditionen und kontaktieren Sie uns.

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