Wie ist die Stimmung in Brandenburg?

Beteiligung
Transferfonds

Das Projekt „StimmungsEcho“ fragte in mehreren Brandenburgischen Städten nach der Stimmung der Bewohner*innen. Wie ist das kollektive Wohlbefinden? Wir werfen einen Blick in die Ergebnisse.

StimmungsEcho auf der PartWiss Konferenz
Das Projekt StimmungsEcho auf der PartWiss Konferenz. © PartWiss 25, Stefan Schacher

Wie funktioniert das StimmungsEcho?

Vom September 2025 bis zum April 2026 konnten Bürger*innen an verschiedenen öffentlichen Orten in der Region Oberhavel täglich ihre Stimmung eingeben. Danach wanderte das Projekt in die Uckermark. Das vom InNoWest-Transferfonds geförderte Wissenschafts-Kunstprojekt „StimmungsEcho“ wird gemeinsam von der Technischen Hochschule Brandenburg (THB), der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) sowie den Präsenzstellen der Brandenburger Hochschulen umgesetzt.

Per Hand- und Fußdrücker konnten Besucher*innen die Frage „Wie geht es Ihnen heute?“ in der interaktiven Eingabeeinheit des Projektes "StimmungsEcho" beantworten. Die Skala reichte dabei von 1=sehr gut bis 5= sehr schlecht. Auch eine Onlineeingabe war möglich.

Folgende Standorte waren dabei:

  • Stadtverwaltung und Alexander-S.-Puschkin-Gymnasium Hennigsdorf
  • Stadtverwaltung und Bibliothek Oranienburg
  • Bäckerei Plentz und Bollhagen-Gymnasium Velten

Auch quer durch die Uckermark war das Stimmungsecho an vier Bürgerwerkstatt-Standorten von Mai bis Juli zu Gast. Hier werden die Ergebnisse gegenwärtig bearbeitet.

  • Kulturwerk Prenzlau
  • Straße des Friedens Templin
  • Haus mit Zukunft Angermünde
  • Talsand Gesamtschule Schwedt/Oder
Das StimmungsEcho in der Stadtbibliothek Oranienburg
Das StimmungsEcho in der Stadtbibliothek Oranienburg. © Juliane Roloff

Wie ist die Stimmung?

Die bisherigen Auswertungen des StimmungsEchos umfassen vier verschiedene Standorte in Oberhavel. Über alle Standorte hinweg zeigt sich ein gemeinsames Grundmuster. Die positivste Bewertung (Wert 1) war jeweils am stärksten vertreten, gefolgt von Wert 2 („positiv“). Der mittlere Wert 3 („durchwachsen“) liegt konstant im Mittelbereich. Wert 4 („eher negativ“) ist übergreifend die am seltensten gewählte Kategorie, wohingegen Wert 5 („negativ“) in sehr unterschiedlicher Ausprägung an den Standorten gewählt wurde.

Ergebnisse nach Standorten

Zwischen den Standorttypen lassen sich strukturelle Unterschiede erkennen. 

  • Die beiden Stadtverwaltungen weisen aufgrund der längeren Laufzeit eine hohe und kontinuierliche Beteiligung auf. Hier sind deutliche Wochenrhythmen erkennbar, mit stärkeren Beteiligungen zu Wochenbeginn und leicht rückläufigen Zahlen zum Ende der Woche. Die Verteilungen wirken insgesamt stabiler, da einzelne Tage weniger stark ins Gewicht fallen.
  • Die Bibliothek Oranienburg zeigt ebenfalls eine klare positive Schwerpunktverteilung, mit einem besonders hohen Anteil sehr guter Bewertungen und einer vergleichsweise geringen Quote negativer Rückmeldungen. Zudem ist hier eine Beteiligung auch am Samstag sichtbar.
  • Am Bollhagen-Gymnasium ist der Erfassungszeitraum bislang kürzer, wodurch einzelne Tage die prozentuale Verteilung stärker beeinflussen. Dennoch zeigt sich auch hier eine mehrheitlich positive Grundtendenz. Gleichzeitig ist der Anteil sehr negativer Bewertungen sichtbarer als an manchen anderen Standorten, ohne jedoch das Gesamtbild zu dominieren. Mit zunehmender Laufzeit ist zu erwarten, dass sich die relativen Anteile weiter stabilisieren.

Im zeitlichen Verlauf sind an allen Standorten tagesabhängige Schwankungen erkennbar. Es zeigt sich keine lineare Entwicklung, sondern vielmehr eine dynamische Bewegung innerhalb der bestehenden Grundverteilung. Einzelne Tage weisen höhere Ausschläge auf, sowohl im positiven als auch im negativen Bereich. Negative Bewertungen treten punktuell auf und erscheinen nicht dauerhaft gebündelt.

Gesamtbild: Überwiegend positiv

Zusammenfassend entsteht über alle bisherigen Standorte hinweg ein differenziertes, jedoch insgesamt überwiegend positives Stimmungsbild. Die Verteilungen zeigen stabile Grundmuster mit standortspezifischen Besonderheiten, die im Wesentlichen durch unterschiedliche Erfassungszeiträume, Nutzergruppen und Beteiligungsintensitäten erklärbar sind. Mit wachsender Datenbasis werden insbesondere die neueren Standorte statistisch belastbarer, sodass langfristig noch klarere Entwicklungen sichtbar werden können.

Einzelheiten zu den Ergebnissen finden Sie auf der Projektseite. 

Grafen zu Ergebnissen des STimmungsechos
Tortendiagramm StimmungsEcho Angermünde
Tortendiagramm StimmungsEcho Prenzlau
Tortendiagramm StimmungsEcho Schwedt
Tortendiagramm Ergebnisse des StimmungsEchos Templin
Eingabeeinheit vom StimmungsEcho
Kinder beim Stimmung abgeben
Lea Risch
Autor*in

Lea Risch

Kommunikation und Social Media