
Kurz geplaudert mit... Prof. Dr. Benjamin Nölting
In dieser Ausgabe unseres Formats haben wir kurz geplaudert mit Prof. Dr. Benjamin Nölting. Er gibt Einblicke in seine vielfältigen Rollen im Verbundprojekt – von der …
Wie können erfolgreiche Transferformate verstetigt werden, wenn die Förderung endet? Beim IHS World Café von "Zukunft findet Stadt" und "InNoWest" im Museum für Naturkunde Berlin diskutierten Akteur*innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik genau diese Frage. Beide Verbundprojekte werden aktuell über die Förderlinie „Innovative Hochschule“ finanziert – die zu 2028 endet.

Wie geht es weiter, wenn Förderprogramme enden, aber die Themen und Herausforderungen bleiben? Diese Frage stand im Zentrum des World Cafés „Was bleibt nach Innovative Hochschule?“ am 17. April 2026, zu dem die Verbundprojekte InNoWest und Zukunft findet Stadt eingeladen haben.
Im Veranstaltungssaal des Museums für Naturkunde Berlin – selbst Praxispartner im Berliner Verbundprojekt – entstand eine konzentrierte und zugleich dialogische Arbeitsatmosphäre. Auf die Einladung zum Erfahrungsaustausch gab es sehr positive Resonanz: Rund 40 Kolleg*innen aus Hochschulen, dem wissenschaftsnahen Umfeld und der Praxis kamen nicht nur aus Berlin und Brandenburg, sondern auch aus anderen Projekten der Förderlinie „Innovative Hochschule“ bundesweit angereist.
In mehreren Runden wurde an Thementischen diskutiert: zu den Themen Nachhaltigkeitstransfer, Co-Kreation, Hochschulentwicklung, Transferkompetenzen und Zukunftsallianzen. Das Ziel war best practices herauszuarbeiten zu der Frage, wie Transfer an Hochschulen für angewandte Wissenschaften weiter gefördert und systematisch verankert werden kann.
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Aus den Gesprächen lassen sich vor allem drei wesentliche Erkenntnisse ableiten:
Transfer entsteht selten isoliert: Erfolgreiche Projekte sind in Netzwerke aus Hochschulen, Praxispartner*innen, Verwaltung und Zivilgesellschaft eingebettet. Vor diesem Hintergrund wurde mit Blick auf die Zeit nach 2027 ein stärkeres Denken und Handeln in Ökosystemen diskutiert. Dabei geht es nicht nur um neue Förderlogiken, sondern auch um ein verändertes Rollenverständnis. Hochschulen agieren nicht länger als alleinige Treiber von Innovation, sondern als Teil eines größeren Gefüges, dessen Akteur*innen kontinuierlich miteinander interagieren.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was sich verändert, wenn Allianzen über Sektorgrenzen hinweg aufgebaut werden. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Möglichkeit, unterschiedliche Finanzierungsquellen gezielt zu kombinieren.
Transferprojekte bewegen sich oft in komplexen, dynamischen Kontexten. Dazu muss ausprobiert und adaptiert werden dürfen, nicht alles funktionert auf Anhieb. Umso wichtiger ist es, Erfahrungen systematisch zu hinterfragen und auszuwerten. Dazu braucht es Strukturen, die Vielfalt an Expertisen wertschätzt, und Entwicklung von Kompetenzen als Teil des Prozesses fördert.
Die Verstetigung von Transfer gelingt nicht nur durch ein „Weiter so“. Vielmehr braucht es bewusste Entscheidungen: Welche Formate zeigen Wirkung und sollten weitergeführt werden? Welche binden Ressourcen, ohne ausreichend Mehrwert zu erzeugen? Es braucht manchmal auch Mut, Prioritäten zu setzen. Ein zentraler Diskussionspunkt war aber auch die Frage der Gewichtung von verschiedenen Zielen in zeitlich begrenzten Projekten und der Frage, wie man hier klare Entscheidungen herbeiführen kann.
Das World Café zeigt: Die Frage, in welche Richtung sich Transfer zwischen Hochschulen und Praxis weiterentwickelt ist nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine kulturelle. Es geht um Priorisierung, um den vertrauensbildenden Umgang – und um die Fähigkeit, gemeinsam über institutionelle Grenzen hinweg zu arbeiten.
Die intensive Beteiligung und die angeregten Gespräche in den Pausen hinaus machen deutlich, dass der Erfahrungsaustausch zum richtigen Zeitpunkt kam.
Die rege Beteiligung an den Thementischen und der Austausch in den Pausen zeigen, dass viele Teilnehmende – insbesondere aus anderen IHS-Projekten – an ähnlichen Fragestellungen arbeiten und der Dialog deshalb besonders fruchtbar ist.
Wie werden sich die Transferstrukturen mit HAW in Berlin und Brandenburg weiter entwickeln? Wollen Sie mitgestalten oder haben Fragen zur Zusammenarbeit mit den Hochschulen in den Verbünden “InNoWest” und “Zukunft findet Stadt”, wenden Sie sich gerne an die Koordinatorinnen der Verbünde:


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Anfang des Jahres waren wir zu Besuch in der Präsenzstelle Luckenwalde. Zum gemeinsamen Arbeiten, aber auch für eine Aufnahme des Podcasts …