Fachforum: Wissen bewahren - Fachkräfte binden. Digitale Tools für die Praxis

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Wissen bewahren, Fachkräfte binden: Unser Fachforum am 18. März im Transferort Wittenberge zeigte praxisnah, wie der regionale Unternehmen von Virtual Reality und digitalen Assistenzsystemen profitiert. Gemeinsam mit der WfBB und dem Mittelstand-Digital Zentrum entwickelten acht Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Gerüstbau, Elektro und Umwelttechnik konkrete digitale Lösungsszenarien für ihren Arbeitsalltag. Erfahren Sie in unserem Rückblick, wie virtuelle Begehungen und digitale Anleitungen dabei helfen, wertvolle Expertise im Betrieb zu halten und die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen effizienter zu gestalten.

Zwei Personen stehen in einem Konferenzraum vor einem Smartboard. Eine der beiden Personen testet eine VR-Brille.
Ein Teilnehmer testet den easy AR Guide mit einer VR-Brille im Transferort. © InNoWest

Praxis-Check in Wittenberge: Wenn virtuelle Welten echte Probleme lösen

Wie lässt sich wertvolles Expertenwissen im Unternehmen halten, wenn erfahrene Mitarbeitende in den Ruhestand gehen? Und wie kann moderne Technik dabei helfen, neue Fachkräfte schneller und sicherer einzuarbeiten? Um diese zentralen Zukunftsfragen für Prignitzer Unternehmen zu beantworten, lud die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg (WfBB) gemeinsam mit dem Mittelstand-Digital Zentrum am 18. März zu einem interaktiven Fachforum in den Transferort Wittenberge ein. Im Fokus der Veranstaltung stand dabei nicht die graue Theorie, sondern das konkrete Ausprobieren: Die Teilnehmenden sollten direkt erleben, wie digitale Assistenzsysteme und Virtual Reality (VR) den Arbeitsalltag in Produktion, Handwerk und Service spürbar erleichtern können.

Intensiver Austausch mit technischem Tiefgang

Insgesamt acht Unternehmen aus der Prignitz – darunter Vertreter aus dem Gerüstbau, der Chemieindustrie, der Umwelttechnik sowie der Energieversorgung (PVU) – folgten der Einladung. Besonders beeindruckend war das hohe Niveau der Gespräche: Es ging nicht nur um allgemeine Informationen zum easy VR Guide, sondern um sehr spezifische, technische Detailfragen, die den Willen zur konkreten Umsetzung im Unternehmen widerspiegelten. Die Experten der Digitalagentur Brandenburg und der WfBB standen dabei Rede und Antwort, um individuelle Hürden bei der Digitalisierung abzubauen.

Einsatzszenarien: Von der Baustelle bis zum Chemie-Areal

Das Interesse an der vorgestellten VR-Technologie war groß, da die Teilnehmenden sofort den Bogen zu ihrem eigenen Arbeitsalltag schlugen. Im Gerüstbau wurde etwa die Vision diskutiert, Gebäude bereits vor der eigentlichen Einrüstung virtuell zu begehen, um knifflige Stellen oder Hindernisse frühzeitig zu erkennen, statt erst vor Ort auf der Baustelle improvisieren zu müssen. Der Chemiebetrieb sah aufgrund der Weitläufigkeit seines Areals große Vorteile in einer virtuellen Begehung, um Mitarbeitern oder Externen vorab digital zu zeigen, wo sich welche Geräte und Apparaturen befinden. Auch ein Elektrounternehmen schilderte die tägliche Herausforderung durch Kabelschäden bei Erdarbeiten. Hier könnten virtuell sichtbar gemachte Versorgungsleitungen dabei helfen, teure und gefährliche Beschädigungen im Erdreich zu vermeiden.

Ein starkes Signal für den Standort

Die angeregten Fachdiskussionen haben gezeigt, dass die Prignitzer Unternehmen bereit für neue Wege sind. Wir danken allen Referenten für den qualifizierten Input und den teilnehmenden Unternehmen für den inspirierenden Austausch auf Augenhöhe. Seitens des Veranstalterteams war man besonders über die tiefe Vorbereitung der Betriebe erfreut: Es herrschte Einigkeit darüber, dass keine Standardfragen gestellt, sondern hochrelevante Detailaspekte besprochen wurden, was den Vormittag zu einem vollen Erfolg machte.

Sie haben Fragen zu digitalen Lösungen in Ihrem Betrieb? Der Transferort der Hochschulen steht Ihnen als Partner zur Seite. Sprechen Sie uns an – wir vernetzen Sie gerne mit den passenden Experten!

Christian Rose
Autor*in

Christian Rose

Wissenschaftskommunikation + Transfermarketing

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