
Wissen wirkt! Eine Podcastfolge zum StimmungsEcho
Das Transferfonds Projekt StimmungsEcho verschafft sich Gehör. Eine Folge des Podcasts "Wissen wirkt" der Technischen Hochschule Brandenburg widmet sich dem Projekt, das den …
Gute Nachrichten: Für das Teilprojekt „Biodiversitätswände aus Reetwellerlehm“ innerhalb des übergeordneten Forschungs- und Pilotprojekts „Brandenburgs Alhambra“ wurde eine Förderung in Höhe von 20.000 € aus dem Transferfonds von InNoWest bewilligt.

Das Projekt zum Reetwellerlehm verbindet Naturschutz, klimagerechtes Bauen und regionale Wertschöpfung miteinander. Darin sollen traditionelle Bauweisen mit Lehm und Reet weiterentwickelt und als ökologische, soziale und kulturelle Praxis neu verankert werden.
Im Frühjahr 2026 ist das Projekt gestartet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Reetwellerlehmwände von Insekten, insbesondere Wildbienen, besiedelt werden. Reet übernimmt dabei nicht nur eine armierende Funktion im Baustoff, sondern bietet mit seinem hohen Anteil natürliche Strukturen, die als Lebensraum für Insekten dienen können. Diese ökologische Wirkung soll nun erstmals systematisch untersucht werden.
Das übergeordnete Projekt „Brandenburgs Alhambra“ wurde vom Zentrum für Peripherie initiiert und versteht nachhaltiges Bauen nicht nur als technische, sondern auch als gesellschaftliche und gestalterische Aufgabe und schafft experimentelle Räume für Forschung, Partizipation und Transfer.
Gemeinsam mit regionalen und wissenschaftlichen Partner*innen werden vier Biodiversitätswände an unterschiedlichen Standorten in der Prignitz realisiert und begleitet. Die bauliche Umsetzung dieser Wände wird durch den Naturschutzfonds ermöglicht. In drei Projektphasen entstehen ein Monitoringkonzept, angeleitete Feldforschung sowie ein Forschungskatalog, der langfristig die Grundlage dafür schaffen soll, Reetwellerlehmwände als anerkannte Naturschutz- und Kompensationsmaßnahme zu etablieren.
Begleitet wird das Projekt vom Zentrum für Peripherie sowie von unserer InNoWest-Kollegin Laura van Altena. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit Praxispartner*innen aus der Region, darunter der Landkreis Prignitz, das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg, das Umwelt- und Landschaftsplanungsbüro Bosch & Partner sowie weitere Fachpartner*innen.
Bis Juli 2027 können sich alle Professor*innen und wissenschaftliche Mitarbeitende der drei Verbundhochschulen mit Projektideen bewerben – sobald sich Angehörige von mindestens zwei der drei Hochschulen zusammenfinden. Es werden sowohl Kleinförderungen bis 3000 € als auch größere Förderprojekte bis 20.000 € finanziert.
Neben Transferprojekten und angewandter Forschung ist auch die Vorarbeit zu Projektanträgen mit Bezug zum Wissens- und Technologietransfer und den Projektzielen von InNoWest förderfähig. Damit unterstützen wir sowohl die Zusammenarbeit zwischen den Verbundhochschulen als auch mit Praxispartner*innen.
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Koordination, Partizipation + Citizen Science

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